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Sir Arthur Conan Doyle: Der Tauchbootkrieg
Novelle. (Danger! Being the Log of Captain John Sirius / A Story of England’s Peril. 1914)
Sir Arthur Conan Doyle: Ausgewählte Werke, Band 28
Herausgegeben von Olaf R. Spittel
Übersetzung aus dem Englischen von Stanislaus Schanzer
Verlag 28 Eichen, Barnstorf 2009. 104 S. 9,- €. Format 12 x 19. 123 g. Softcover
ISBN-13: 978-3-940597-30-4
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Sir A. Conan Doyle erzählt geistvoll, wie es einigen Unterseebooten gelungen ist, England auszuhungern und es zu zwingen, sich auf Gnade und Ungnade zu ergeben. Die Erzählung wird ihren Zweck, für das Tunnelprojekt und für gewisse Zoll- und Steuerreformen Propaganda zu machen, um so besser erfüllen, als die großen Massen des Volks die bedeutenden technischen Unwahrscheinlichkeiten nicht erkennen werden.
Ich glaube nicht, daß Torpedoangriffe auf unbewaffnete, wehrlose Kauffahrteischiffe je zum Kriegsplan einer zivilisierten Nation gehören werden

Admiral C. C. Penrose Fitzgerald

 

Sie fragen mich, ob dies alles Wirklichkeit werden könnte?
Ja! Das ist nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich!

Frank T. Bullen

 

In sea affairs nothing is impossible and nothing improbable.

Admiral Lord Horatio Nelson

 

Sir Arthur Conan Doyle
1859 - 1930

Zur Rezension bei Amazon


Auch der große Conan Doyle hat seinen Anteil zu den Kriegsutopien geleistet.
Die Novelle erschien erstmalig 1914 am Vorabend des 1. Weltkrieges und wurde bereits 1915 erstmals in Deutschland publiziert.
Der U-Boot-Kapitän einer kleinen von Großbritannien angegriffenen Nation schlägt mit seiner kleinen U-Boot-Flotte zurück. Er riegelt die Meereszugänge mit seinen U-Booten ab und versenkt gezielt die Versorgungsschiffe. Dadurch kommt es zu einer Nahrungsmittelknappheit in Großbritannien. Die durch die Hungersnot ausbrechende politische Krise zwingt Großbritannien den Krieg gegen das kleine Land einzustellen.
Conan Doyle plädiert mit dieser Novelle für eine neu zu gestaltende Versorgungspolitik in England, für einen Ausbau der einer zivilen U-Boot-Flotte für die Versorgung und vor allem für ein Tunnelprojekt, das die britischen Inseln mit dem Festland verbinden soll.
Die Militärs der damaligen Admiralität meinten zwar es wäre absurd, das eine zivilisierte Nation gegen zivile Handelsschiffe Krieg führen würde. Aber wie die Geschichte zeigte wurde ja in der weiteren Entwicklung der Marinestrategie durchaus auf die zivile Seefahrt keine Rücksicht genommen. Im zweiten Weltkrieg wurden gezielt Versorgungskonvois mit U-Booten angegriffen und versenkt.
Insofern war Conan Doyle ziemlich prophetisch, was die Entwicklung des modernen Kriegs anbelangt.
Die Novelle selbst ist in Form eines Berichtes des Kapitäns John Sirius abgefasst, der so ziemlich am Schluss seine Aktionen einschätzt und meint „Krieg hat nichts mit Spiel und Sport zu tun … Der Krieg ist ein verzweifeltes Ringen um die Oberhand und es gilt, dass Gehirn anzustrengen, um die schwache Stelle des Feindes zu finden.“
Für das Schaffen Conan Doyles eine interessante Veröffentlichung, die einmal mehr auch seine politische Sicht reflektiert.
In der Reihe Sir Arthur Conan Doyle Ausgewählte Werke hrsg. Von Olaf R. Spittel und ergänzt durch Vorworte und zeitgenössischen Meinungen.

 Zur Rezension auf: http://s292266560.online.de/category/rezension/ (16.10.2009, Bernd)


Rezension:

Der Tauchbootkrieg von Sir Arthur Conan Doyle Die Novelle erschien erstmalig am Vorabend des 1. Weltkrieges und wurde bereits 1915 erstmals in Deutschland publiziert. Der U-Boot-Kapitän einer kleinen von Großbritannien angegriffenen Nation schlägt mit seiner kleinen U-Boot-Flotte zurück und indem er die Meereszugänge mit seinen U-Booten abriegelt und die Versorgungsschiffe gezielt versenkt, kommt es zu einer Nahrungsmittelknappheit in Großbritannien und die durch die Hungersnot ausbrechende Krise zwingt Großbritannien den Krieg gegen das kleine Land einzustellen. Conan Doyle plädiert mit dieser Novelle für eine neu zugestaltende Versorgungspolitik in England, für einen Ausbau der einer zivilen U-Boot-Flotte für die Versorgung und vor allem für ein Tunnelprojekt, das die britischen Inseln mit dem Festland verbinden soll. Die Militärs der damaligen Admiralität meinen zwar es wäre absurd, das eine zivilisierte Nation gegen zivile Handelsschiffe Krieg führen würde, aber wie die Geschichte zeigte wurde ja in der weiteren Entwicklung der Marinestrategie durchaus auf die zivile Seefahrt keine Rücksicht genommen und wie es sich dann im zweiten Weltkrieg zeigte, gezielt Versorgungskonvois mit U-Booten angegriffen und versenkt. Insofern war Conan Doyle ziemlich prophetisch, was die Entwicklung des modernen Kriegs anbelangt. Die Novelle selbst ist in Form eines Berichtes eben dieses Kapitän John Sirius abgefasst, der so ziemlich am Schluss seine Aktionen einschätzt und meint Krieg hat nichts mit Spiel und Sport zu tun Der Krieg ist ein verzweifeltes Ringen um die Oberhand und es gilt, dass Gehirn anzustrengen, um die schwache Stelle des Feindes zu finden. Für das Schaffen Conan Doyles eine interessante Veröffentlichung, die einmal mehr auch seine politische Sicht reflektiert. Übrigens ist die Veröffentlichung von Olaf R. Spittel natürlich in deutscher Sprache und wird ergänzt durch Vorworte und zeitgenössischen Meinungen.

Wiese (Quelle)