
Haben einige Dinosaurier überlebt? Kontroverse
um Datierung von Knochenfunden auf die Nach-Kreidezeit-Ära - zum Bericht
von
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Dunkel, wie man sich an einen bösen Traum erinnert, entsinne ich
mich, daß ich immer wieder in den Wald und um das verlassene Lager herum rannte
und verzweifelt nach meinen Gefährten rief. Doch aus dem schattigen Dunkel kam
keine Antwort. Der fürchterliche Gedanke, sie nie wiederzusehen, allein zu sein
auf diesem verwünschten Plateau, ohne die Aussicht, jemals zurück in die
zivilisierte Welt zu gelangen, hier mein Dasein fristen und sterben zu müssen,
brachte mich glatt um den Verstand.
Sir
Arthur Conan Doyle,
1859 - 1930
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Rezensionen:
(Quelle)
Ein großes Lesevergnügen
Neben Sherlock Holmes ist Professor George E. Challenger der zweite erfolgreiche
Entwurf einer populären literarischen Serienfigur von Arthur Conan Doyle. Und
innerhalb der Challenger-Serie wiederum rangiert The Lost World (1912) mit
Abstand auf dem ersten Platz, was Beliebtheit und Verbreitung angeht. Kein
Wunder, denn der Roman erzählt eine sensationelle Geschichte: Auf einem
Felsplateau mitten im südamerikanischen Regenwald sollen urtümliche Tiere
Saurier überlebt haben, die sonst seit Millionen von Jahren auf der Erde
ausgestorben sind. Der ebenso geniale wie skandalumwitterte Professor Challenger
behauptet dies zumindest und bringt damit die gesamte Gelehrtenwelt sowie die
Presse des britischen Inselreichs gegen sich auf. Der Streit führt dazu, daß man
London eine Expedition ausrüstet, die den Wahrheitsgehalt der Behauptung
überprüfen soll. Wie die Expeditionsteilnehmer das Plateau finden und was sie
dort erleben, schildert der mitreisende Londoner Reporter Edward D. Malone in
brieflichen Berichten an seine Zeitungsredaktion.
Dieser längst zum Klassiker der Abenteuerliteratur avancierte Roman ist oft
nachgeahmt, mehrfach verfilmt und in viele Sprachen übersetzt worden - auch
einige Male ins Deutsche. Nun diese Übersetzung. Sie überzeugt mich, weil die
sprachlichen Eigenarten der skurrilen Figuren treffsicher erfaßt und ins
Deutsche übertragen wurden: der geschwollene Stil Challengers, die pedantische
Ausdrucksweise Professor Summerlees, die Manierismen des adligen Großwildjägers
Sir John Roxton. Sollte einmal der Roman als Hörbuch aufgenommen werden, wäre
Reinhard Hillichs Text sicher der geeignetste dafür. Absolute übersetzerische
Glanzstücke sind für mich die turbulenten akademischen Versammlungen, die vor
und nach der Expedition stattfinden. Besondere Erwähnung verdienen auch die
humorvollen, quasi mit einem Augenzwinkern verfaßten Textanmerkungen und das
kompakte, sehr informative Nachwort des Übersetzers, der bestens über Conan
Doyles Leben und Werk Bescheid weiß.
Ich beneide jeden, der diesen Roman nicht kennt, denn hat er ein großes
Lesevergnügen noch vor sich.
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